My Last Days of Winter...

...are almost over. 

Morgen läuft mein Visum aus. Sollte ich meine erlaubte Aufenthaltszeit überziehen, droht mir eine mehrjährige Einreisesperre. Ein ziemlicher Super-GAU, wenn die eigene Freundin hier lebt und ihre gesamte Familie. Ich muss hier also raus. Aber gehen wir das mal chronologisch an.

Der Westküsten-Trip, von dem ich mich zuletzt gemeldet habe, war absolut großartig. Nach Eugene gab es noch Portland und Astoria, OR, sowie Seattle, WA zu bestaunen. Seattle hat schon immer eine merkwürdige Fasznination auf mich ausgeübt, die ich mir nicht wirklich erklären kann. Dementsprechend war die Stadt ein bisschen mein persönliches Highlight.  

Nach Vancouver haben wir es leider nicht geschafft, weil Kim so schlau war, ihren Pass zu Hause zu vergessen. Aber das passte eigentlich auch ganz gut in unseren Zeitplan. Und außerdem waren wir beide schon einmal dort. 

Der Rückweg nach Albuquerque war dann nochmal ein spezielles Erlebnis. Ursprünglich wollten wir in Las Vegas! NV einen letzten Zwischenstopp einlegen. Leider wäre dieser auf die Nachr von Freitag auf Samstag gefallen. Und während die Preise für Hotelzimmer in Vegas unter der Woche auch in den besten Hotels rund um $35 liegen, werden für Freitag und Samstag bis zu $150 draufgeschlagen.

Nach langem Überlegen und Hin und Her stand unsere Entscheidung: NO To Vegas. Dafür gab es ein anderes Schmankerl: eine vierundzwanzigeinhalbstündige Autofahrt ohne Stops (von Tank- und Pinkel- abgesehen)! Ganz großes Autokino. Ich muss allerdings auch zugeben, dass Utah im Morgengrauen ziemlich cool war.  

So glücklich wir waren, den Trip erfolgreich abgeschlossen zu haben, so unausweichlich kam aber auch die Erkenntnis, dass sich meine Zeit hier dem Ende zuneigt. Und dann die Hiobsbotschaft: Statt gemeinsam auszureisen, wird Kim aus familiären und finanziellen Gründen hier bleiben (müssen). Toll. Nicht. 

Ihr Auszug aus Albuquerque war trotzdem beschlossene Sache. Und so ging es nach letzten schönen Tagen im Neu-mexikanischen Frühling mit dem womöglich vollst bepackten Ford Fiesta den diese Erde jemals gesehen hat mal wieder zurück Richtung Colorado, Richtung Breckenridge. Ohne größere Zwischenfälle (Katzenkotze auf uns beide und ein verlorener Keilriemen) angekommen, galt es, die letzten zwei Tage auf meinem Arapahoe Basin-Skipass abzufahren. Glücklicherweise geht die Saison dort bis Juni, sodass wir zwei großartige Powder-Tage genießen konnten, inklusive Kims Geburtstag. 

Und jetzt... Ja. Sonntag, der 20. März. Um 17.30 heißt es für mich: Tschüss, Winter. Machs gut, Colorado. Ciao, USA! 

Um 17.30 fliege ich von Denver nach Lima, Peru. Bziehungsweise von Denver nach Miami und von Miami nach Lima. Morgen um 6.40 Ortszeit dann die Landung. Ich bin gespannt...

 Übrigens beschränkt sich mein Spanisch auf "Hola! Que tal?" Oder so ähnlich. Von Peru soll es dann über Ecuador nach Kolumbien gehen.

Bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer: Auf geht die wilde Fahrt. So sehr ich auch nicht gehen möchte, der einzige Ausweg wäre zu heiraten. Und da muss ich leider sagen: Nein, danke. Eure schwachsinnigen Einreisebestimmungen werden mich nicht brechen. 

Mein letzten Wintertage sind fast vorbei. In Peru erwartet mich ein Kontrastprogramm zu so ziemlich allem hier. Auf ins Abenteuer...