Pleite statt Malaria.

Und ich dachte, Malaria oder Dengue wären das Schlimmste, was mir im peruanischen Dschungel passieren könnten...

Falsch gedacht. Von beidem blieb ich, soweit ich das jetzt sage kann, verschont, obwohl insbesondere meine Knöchel und Waden, den Mückenstichen sei Dank, einem unappetitlichen rosa Streuselkuchen sehr ähnlich sahen.

Stattdessen, und das ist kurzfristig womöglich ärgerlicher, hat in Iquitos offensichtlich jemand meine Kreditkarte abgegriffen. Klar wurde mir das, als ich knapp eine Woche später, jetzt in Kolumbien, in Cali mit eben jener Karte Bargeld abheben wollte, um mein Hostel zu bezahlen. Und keins bekam.

Bei der Kontrolle der Umsätze machte mich ein 2-Euro-Betrag stutzig. Abgebucht vom Cafe Madeleine - in San Francisco. Überraschung! Nach Rücksprache mit der Bank erfuhr ich, dass am selben Tag eine Anfrage über US$ 500 einging. Die kam dem aufsehenden Unternehmen, glücklicherweise, (Achtung: Wortwitz) spanisch vor und wurde abgelehnt. Und im gleichen Atemzug meine Kreditkarte eingefroren.

Nein, ich werde weder ausgeraubt, noch bestohlen oder überfahren. Meine Kreditkartendaten werden ausgelesen und ich sitze finanziell auf dem Trockenen, etwas unter Wattenmeer-Feuchtigkeit. Dagegen hilft auch meine Reiseregel #1 nicht: "Don't be stupid!"

Danke, Arschloch. Ich hoffe, der Kaffee war scheiße.